April 2017

Titelblatt

S. 20
Grenzen der päpstlichen Unfehlbarkeit – Anmerkungen zu einer aktuellen Debatte

Die Diskussion um die Problematik von „Amoris laetitia“ nimmt immer merkwürdigere Formen an. In bestimmten Kreisen will man anscheinend partout nicht zur Kenntnis nehmen, daß Papst Franziskus für die Praxis der katholischen Ehelehre durch die Zulassung zivil wiederverheirateter Geschiedener zur hl. Kommunion einen Bruch zugelassen hat. Geht man hier wie Martin Luther vor, der sich immer wieder beratungsresistent zeigte und im Fall theologisch tendenziöser Übersetzungen mit einem berühmten Vers aus Juvenals Satiren reagierte?: „So will ich es, so ordne ich es an, für die Vernunft soll der Wille stehen.

S. 10
Vor der Papstreise nach Ägypten – Interview mit Msgr. Joachim Schroedel

Der Heilige Vater wird am 28. und 29. April Ägypten besuchen. Die KU sprach vor der Papstvisite in dem Land, das einst die Heilige Familie aufnahm und eine ruhmreiche christliche Vergangenheit hatte, mit Monsignore Joachim Schroedel. Der katholische Priester aus dem Bistum Mainz lebt seit 1995 in dem Land am Nil. Der Seelsorger unter den Katholiken deutscher Sprache ist ein aufmerksamer Beobachter der politischen und religiösen Bewegungen auf diesem geschichtsträchtigen Boden.

S. 16
100 Jahre Patrona Bavariae – Ein Gespräch mit dem Münchner Priester Wilhelm Schalling

Im Mai 2017 begehen die bayerischen Bistümer die Feier „100 Jahre Patrona Bavariae“. 1916 gestattete der Heilige Stuhl den Bischöfen ein eigenes Meßformular zu Ehren der Schutzfrau Bayerns. 1917 wurde es zum ersten Mal begangen. Die Verehrung der Unbefleckten als Landespatronin ist natürlich viel älter. Sichtbares Zeichen der marianischen Frömmigkeit in Bayern ist die weltberühmte Mariensäule. Die Kirchliche Umschau sprach mit dem Münchner Priester Wilhelm Schallinger, der wie kaum ein anderer Geistlicher heute mit der Mariensäule in Verbindung gebracht werden darf.

S. 4
Den SS-Eid verweigert: der sel. Josef Mayr-Nusser

Am 18. März ist der Südtiroler Martyrer Josef Mayr-Nusser von Kardinal Amato in Bozen in das Verzeichnis der Seligen eingetragen worden.
„Zeugnis geben ist heute unsere einzige, schlagkräftigste Waffe. Seltsam genug. Nicht Schwert, nicht Gewalt, nicht Geld, nicht einmal der Einfluß geistigen Könnens, geistiger Macht, nichts von all dem ist uns als unerläßlich geboten, um die Herrschaft Christi auf Erden aufzurichten. Etwas ganz Bescheidenes und doch viel Wichtigeres hat uns der Herr geboten: Zeugen zu sein“, schrieb er 1938 in der Zeitschrift der Katholischen Jugend.

S. 7
Betäubende Stille - 20 Millionen Menschen bedroht

Der Südsudan, Uganda, Kenia, Somalia und Äthiopien sind von einer extremen Trockenheit geschlagen. Die Hitze hat das Weideland der Hirten und Nomaden veröden lassen. Experten gehen davon aus, daß in der Region mehr als zwanzig Millionen Menschen ohne ausreichende Nahrungsmittel sind. Die Ursachen der Hungersnot sind menschengemacht: der Krieg, der zunächst im Juli 2013 in Juba ausbrach und der im vergangenen Juli zum zweiten Mal nach der Unabhängigkeit wieder aufgeflammt ist. Bischof Erkolano Lodu Tombe, Oberhirte des Bistums Yei, hat die katholische Welt um Hilfe angefleht.

S. 8
Benedikt XVI. wird 90 Jahre alt

Am 19. April wird der emeritierte Pontifex 90 Jahre alt, doch nach wie vor gilt: „Papst Benedikt ist guter Dinge!“

S. 8
Lebensfremde Normen?

Vier Jahre nach der Erhebung von Jorge Bergoglio auf den päpstlichen Thron hat Reinhard Kardinal Marx bei einer Predigt in Bamberg versucht, ein Resümee zu ziehen. Marx wies Kritik am Kurs des Papstes zurück. „Franziskus betreibt keine Abkehr von der Tradition der Kirche, sondern eine Vertiefung dessen, was Jesus (!) und die Propheten lehren.“ Der Kardinal sagte dann tatsächlich weiter: „Es geht nicht darum, lebensferne [sic!] Normen zu erfüllen, sondern darum, jeden Tag zu fragen: Lebe ich im Bund mit Gott?“

S. 38
Die Kirche - -unsere Freude, unsere Liebe, unser Leben, unser Stolz

Das Thema dieser Ausführungen ist die Kirche. Sie ist unsere Freude, unsere Liebe, unser Leben und unser Stolz. Ist sie doch der mystische Leib Jesu Christi. Eine Betrachtung in zehn Punkten mit Bildern aus der Römischen Erzbasilika vom Allerheiligsten Erlöser, der Bischofskirche des Papstes.

S. 52
Gesandt, den Glauben zu predigen – Der hl. KapuzinerMartyrer Fidelis von Sigmaringen

Pater Fidelis kam am Palmsonntag 1622 nach Seewis. Die Reformation wurde hier 1587 eingeführt. Unter militärischem Schutz predigt der Heilige in der örtlichen Kirche, die seit vielen Jahrzehnten protestantisch war, und fordert eine Rückkehr zum katholischen Glauben. Die aufgebrachten Bauern griffen die Soldaten an, zerrten Pater Fidelis von der Kanzel, führten ihn vor die Kirche und erschlugen ihn dort.

S. 54
Warum der Konzilskatechismus nicht hält, was er verspricht (Teil 53) – Luther und die allerseligste Jungfrau Maria

Luther selbst war wegen seiner zweideutigen, oft genug widerspruchsvollen Haltung zu Maria nicht schuldlos an der bei den Protestanten anzutreffenden erschreckenden Ausdünnung der Liebe zur Gottesmutter und ihrer Verehrung, die einhergeht mit völliger Ahnungslosigkeit über die authentische katholische Marienfrömmigkeit.