Februar 2017

Titelblatt

S. 28
Wird die Priesterbruderschaft St. Pius X. die Freiheit bekommen, wirklich das „Experiment der Tradition“ zu machen?

Die Presse meldete in den letzten Wochen, daß die Priesterbruderschaft St. Pius X. vom Papst in den Rang einer Personalprälatur erhoben werden soll. Die Einigung der Erben von Erzbischof Marcel Lefebvre und dem Heiligen Stuhl wären an ein Ende gekommen. Wenn auch der Msgr. Bernard Fellay diese Erwartung dämpfte, halten sich diese Gerüchte hartnäckig. Die KU dokumentiert und übersetzt in dieser Ausgabe ein Radio-Interview, das der Generalobere der Priesterbruderschaft St. Pius X. am 26. Januar 2017 in Radio Courtoisie gegeben hat. In diesem Gespräch äußert er sich zu einer Reihe „heißer Themen“ im Leben der Kirche.

S. 8
Die Christen in Syrien – Ein Gespräch mit Pfarrer Peter Fuchs

Peter Fuchs ist Priester der Erzdiözese Vaduz und Geschäftsführer von Christian Solidarity International (CSI) in Deutschland. CSI ist eine christliche Hilfsorganisation, die in Syrien mehrere Projekte betreut, die es den Menschen ermöglichen sollen, in ihrer Heimat zu bleiben. Für CSI ist der Nahe Osten ohne Christen undenkbar. Die KU sprach mit Pfarrer Fuchs kurz nach seiner Rückkehr von einer Syrienreise im Januar 2017.

S. 14
Faktisches Schisma – Wort von Bischof Vitus Huonder (Chur) zu Amoris laetitia

Der Papst verfaßte 2016 das Nachsynodale Schreiben „Amoris laetitia“, das eine große Verwirrung in der Kirche erzeugte. Vier Kardinäle erbaten vom Papst Klärung, die er bisher verweigerte.
Mittlerweile haben sich einzelne Bischofskonferenzen oder Diözesen mit eigenen Interpretationen zu Wort gemeldet. Der mutige Bischof von Chur, Msgr. Vitus Huonder, hat seinen Priestern eine eigene Richtlinie vorgelegt, die wir hier dokumentieren wollen.

S. 24
Der Souveräne Maltester-Ritterorden – ein Orden und Staat unter Kuratel

Eine der ältesten und verdienstvollsten Einrichtungen des christlichen Abendlandes ist in die Schlagzeilen geraten und, nach Ansicht vieler Beobachter, in große Bedrängnis gekommen. Interne Streitigkeiten, Intrigen und das persönliche Eingreifen des Heiligen Vaters in die Leitung des Ordens haben nicht nur viele Gläubige verunsichert, sondern auch auf internationalem Parkett für Aufregung gesorgt.
Die KU sprach mit dem Theologen und renommierten Vatikanexperten Ulrich Nersinger über die Geschichte, die Aufgaben und die aktuelle Lage des Souveränen Malteser-Ritterordens.

S. 4
Ein Hirtenmädchen und die Katechese Mariens

Wir zitieren aus einem Brief von Schwester Lucia dos Santos (1907–2005) von Fatima an den Bischof von Leira vom 31. August 1943 über ihre Cousine Jacinta, die 1917 mit ihr die Gottesmutter sah.

S. 4
Fragen an die neue US-Regierung

Im amerikanischen Wahlkampf wurden Tausende vertrauliche E-Mails aus dem Umfeld der Kandidatin Hillary Clinton bekannt. In einem der Schreiben wurde die Kirche als „mittelalterliche Diktatur“ bezeichnet. Man wünschte sich die Unterstützung einer Revolution innerhalb der Kirche, die als „katholischer Frühling“ bezeichnet wurde. Eine Gruppe katholischer Laien aus den USA aus dem Umfeld der traditionstreuen Zeitschrift „The Remnant“ will von der neuen Regierung wissen, ob es vielleicht einen Einfluß von Regierungskreisen oder in den USA ansässigen Stiftungen auf den Rücktritt von Papst Benedikt gegeben habe.

S. 5
Kanzlerkandidat und fast ein „Piusbruder“

Im August 2004 wurde Rocco Buttiglione zur Wahl als Vizepräsident der Europäischen Kommission und Kommissar für Justiz nominiert. Mit seinem Bekenntnis zur Ehe zwischen Mann und Frau und seiner Ablehnung der vorgeburtlichen Kindestötung begann ein Kesseltreiben, an dem sich vor allem die Sozialisten unter ihrem damaligen Fraktionsvorsitzenden Martin Schulz beteiligten. Schulz, der Kanzlerkandidat der deutschen Sozialdemokraten im Jahr 2017, besuchte von 1966 bis 1974 das Gymnasium der Missionsgesellschaft der Spiritaner in Würselen bei Aachen. Generaloberer der Kongregation war von 1962 bis 1968 Erzbischof Marcel Lefebvre.

S. 5
Selbstkomatisierung der Gewissen beenden

Der Bundesverband Lebensschutz hat sich positiv über eines der ersten Regierungsdekrete des neuen US-amerikanischen Präsidenten Trump geäußert. „Der US-Präsident hat gleich zu Beginn seiner Amtszeit die staatlichen Gelder für Abtreibungsorganisationen gestrichen. Das ist ein sehr gutes, wichtiges und richtiges Signal“, so Martin Lohmann, der Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht.

S. 6
Jesuitenzeitung diskutiert „Frauenpriestertum“

Die Jesuiten-Zeitschrift „La Civiltà Cattolica“, die sich rühmt, nicht ohne Approbation des Staatssekretariates zu erscheinen, hat einen verstörenden Artikel zur „Frauenordination“ veröffentlicht.

S. 6
Bild des Souveräns

Papst Franziskus will sein Abbild nicht mehr auf den vom Vatikan geprägten Euro-Münzen sehen. Die ab dem Jahr 2017 geschlagenen Geldstücke ziert nur noch das päpstliche Wappen.

S. 6
Ordensnachwuchs

Von 1965 bis 2015 ist die Zahl der Ordensschwestern in Deutschland um über 80 Prozent gesunken.

S. 6
Papst verschärft Kontrolle über Vatikanbank

Der Papst hat die Kontrolle der Vatikanbank (IOR) intensiviert

S. 7
Noch mehr Ökumene

Am 6. Februar empfing Papst Franziskus eine Delegation der Evangelischen Kirche Deutschlands unter Leitung des Ratsvorsitzenden, Herrn Landesbischofs Heinrich Bedford-Strohm, zu einer Privataudienz. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, nahm daran ebenso teil. Beide Geistliche trugen ein Brustkreuz.

S. 7
Gefahr der China-Politik

Der emeritierte Hongkonger Kardinal Joseph Zen Ze-kiun hat den Vatikan mehrfach vor einem Abkommen mit dem Regime in Peking gewarnt. Eine Anerkennung „falscher Bischöfe“ würde einer „Kapitulation“ gleichkommen und die Kirche zerstören. Der Handel, der im Raum stehe, sei „absolut unannehmbar“.

S. 17
Aufruf zum Gebet

Aufruf zum Gebet: Damit Papst Franziskus die unveränderliche Praxis der Kirche von der Wahrheit der Unauflöslichkeit der Ehe bekräftige. Die drei Bischöfe der Bischofskonferenz von Kasachstan haben sich in dieser dunklen Stunde der Kirche mit einem Aufruf an die Öffentlichkeit gewandt. Die Redaktion der KU denkt, daß in diesen tragischen Momenten des Kampfes um die Aufrechterhaltung der Lehre und Praxis von der Unauflöslichkeit der Ehe und des sittlichen Gesetzes alle guten Kräfte in der Kirche einen gemeinsamen Kreuzzug des Gebets für den Obersten Hirten der Kirche unternehmen sollten. Daher ist der Text des Aufrufes der drei Bischöfe, der einen ganz authentischen katholischen Geist atmet, sehr zu begrüßen.

S. 42
Erleuchter der Westgoten – Der hl. Leander von Sevilla (+ um 600 n. Chr.)

Der hl. Leander von Sevilla steht zwischen Spätantike und Mittelalter und ist eine der großen Bischofsgestalten des 6. Jahrhunderts. Sein Lebensraum war die spanische Halbinsel. Dieser universalgebildete Bischof gilt uns als der letzte antike Kirchenvater (und heute als Patron des Internets).

S. 44
Was ist Philosophie? (Teil XXVI)

Was ist Philosophie? Was ist der Mensch? Wozu ist er da? Die KU setzt hier eine Artikelreihe fort, die den interessierten Leser an die großen Fragen des philosophischen Denkens heranführen will. Die Autorin ist eine Schwester aus dem Dominikanerorden, die ungenannt bleibt. In dieser Ausgabe beschäftigt sie sich, mit der Frage nach dem Wesen oder der Natur der Frau.

S. 52
Neuevangelisierung – Warum der Konzilskatechismus nicht hält, was er verspricht (Teil 51)

Kann man als Katholik das Reformationsjubiläum mitfeiern? Wir hatten in der KU Januar 2017 gesehen, wie subjektivistisch und selbstherrlich Martin Luther mit der Hl. Schrift verfuhr. Dies betrifft sowohl seine Einschränkung des alttestamentlichen Kanons als auch die Noten, die er für die neutestamentlichen Schriften verteilte, bis hin zur regelrechten Verachtung des Jakobusbriefes. Darüber hinaus ging er, angeblich persönlich vom Hl. Geist geleitet, unter Mißachtung von Lehramt und Tradition daran, nach eigenem Gutdünken die Bibel auszulegen. Dies betrifft sogar Beschlüsse von allgemeinen Konzilien, die er überging; wir kommen hierauf in der nächsten Ausgabe der Kirchlichen Umschau noch zu sprechen.